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RYLA

Rotary Youth Leadership Award 2016
Rotary Youth Leadership Award 2016

Vom 13.-17.04.2016 fand schon zum zweiten Mal das RYLA (Rotary Youth Leadership Award)- Seminar in der Internationalen Jugendbegegnungsstätte statt. Das Seminar wurde gemeinsam von der Begegnungsstätte und dem Rotary International mit den deutschen Distrikten 1890 und 1940 veranstaltet.

Junge Menschen aus Deutschland, Polen und Russland lernten während der Begegnung die Geschichte des KL Auschwitz kennen und diskutierten an diesem besonderen Ort Fragen der Menschenrechte, Migration und Zivilgesellschaft. Ziel der Begegnung war die gemeinsame Debatte von jungen Polen, Deutschen und Russen über die Geschichte von Auschwitz und gegenwärtige Themen , vor allem auch vor dem Hintergrund der Verbrechen von Auschwitz, sowie der Austausch über die verschiedenen historischen Narrative. Während der geführten zweitägigen Besichtigung der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau, erhielten die Teilnehmer_innen die Möglichkeit den historischen Ort und seine Geschichte im Detail kennenzulernen.

In den von Prof. Norman Weiß, Menschenrechtszentrum der Universität Potsdam, und von Joanna Bronowicka, Center for Internet and Human Rights an der Europa-Universität Viadrian, geleiteten Workshops beschäftigten sich die Teilnehmer_innen mit Europäischer Integration und deren Auswirkungen, dem Stand der Menschenrechte und im besonderen die Situation von LGBT in Mittel- und Osteuropa, sowie der zivilgesellschaftlicher Teilhabe an der Lösung drängender Herausforderungen in den europäischen Gesellschaften, wie beispielsweise Flucht und Migration.

Ein besonderes Erlebnis war für die Teilnehmer_innen die Begegnung mit Prof. Wacław Długoborski, einem Überlebenden des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau, der den Jugendlichen von seinen Erinnerungen an Auschwitz berichtete. Abgerundet wurde das Programm durch den Besuch von Krakau mit einer Stadtführung und dem Besuch des MOCAKs, dem Museum für Gegenwartskunst.

Die Teilnehmerin Anastasyia Donets betonte in ihrer Reflexion: Ich glaube, das wichtigste bei solchen Veranstaltungen, abgesehen vom interkulturellen Dialog, der an sich selbst den Teilnehmer_innen viel zu bieten hat, ist die Bildlichkeit des Problems, das aufgerollt wird. Sie führt wenigstens dazu, dass die Menschen, die am Seminar teilgenommen haben, in einigen Aspekten mehr oder weniger Bewusstsein haben. Ich bin davon überzeugt, dass über ein Problem zu wissen, der erste Schritt auf dem Weg zu seiner Lösung ist.

Finanziell unterstützt wurde die Begegnung vom Deutsch-Polnischen Jugendwerk.

DPJW Seminarkoordination von Seiten der IJBS: Judith Hoehne

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