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Bundesverdienstkreuz

am Bande für Krystyna Oleksy
Bundesverdienstkreuz

Am 17. Juli 2016 fand in der Internationalen Jugendbegegnungsstätte in Oświęcim/Auschwitz eine besondere Feierlichkeit statt.

Mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande wurde Frau Krystyna Oleksy ausgezeichnet- Vorstandsmitglied der Stiftung für die IJBS. Die Überreichung dieser wichtigen Auszeichnung ereignete sich in Anwesenheit vieler Gäste u.a. des Direktors des Museums Auschwitz-Birkenau, Piotr Cywiński, des Vizepräsidenten der Stadt Oświęcim, Andrzej Bojarski, der Vizekonsulin der Bundesrepublik Deutschland, Isolde Felskau, der Vorstandsmitglieder der Stiftung für die IJBS, Alicja Bartuś und Doris Greanert, Angestellten des Museums Auschwitz-Birkenau und der IJBS und Freunden und Familie der Ausgezeichneten. Die Anwesenden begrüßte Leszek Szuster, Direktor der IJBS. Das Bundesverdienstkreuz am Bande überreichte der Generalkonsul der Bundesrepublik Deutschland in Krakau Dr. Werner Köhler. In seiner Laudatio bezog er sich auf die berufliche Tätigkeit und die Aktivitäten für das Gedenken und die Verständigung der Ausgezeichneten. Anschließend kam Frau Krystyna Oleksy zu Wort. Gerührt bedankte sie sich für die Auszeichnung. Nach vielen persönlichen Glückwünschen und dem offiziellen Glas Sekt, hatten die Versammelten das Vergnügen das Konzert des ausgezeichneten Akkordeonisten Tomasz Drabina zu genießen, der die Hörer auf eine musikalische Reise durch Europa genommen hat.

In ihrer langjährigen Tätigkeit für das Staatliche Museum und Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau, dessen stellvertretende Direktorin sie von 1990 bis zu ihrer Pensionierung 2012 war, hat sich Frau Oleksy in ganz besonderer Weise den erzieherischen Aufgaben der Gedenkstätte gewidmet. Für sie stand die Frage im Vordergrund, wie an diesem Ort, dem Symbol für den Holocaust, historische Kenntnisse und Erfahrungen so vermittelt werden können, dass Besucher aus aller Welt und ganz besonders Jugendliche motiviert werden, sich selbst für die Achtung der Menschenrechte einzusetzen. Wichtig war für sie ferner, dass das Gedenken an die Opfer des Holocausts und die Sorge um die Überlebenden von Auschwitz in diese pädagogische Arbeit integriert wurden. Das Internationale Zentrum für Auschwitz- und Holocaust-Erziehung in der Gedenkstätte, das 2005 seine Tätigkeit aufnahm, und die Zusammenarbeit mit Gedenkstätten in aller Welt, einschließlich Yad Vashem, sind der Initiative von Frau Oleksy zu verdanken.

Als Vorsitzende der Erinnerungsstiftung Auschwitz-Birkenau und als Mitglied in mehreren wissenschaftlichen Beiräten anderer Gedenkstätten, auch in Deutschland, setzt sich Frau Oleksy weiterhin für die Bildungsarbeit in Auschwitz ein. Darüber hinaus engagierte sie sich in der Erziehungskommission im Stiftungsrat der Internationalen Jugendbegegnungsstätte (IJBS) in Oświęcim und derzeit ist sie Vorstandsmitglied.

In der Begründung der Preisverleihung können wir lesen: Frau Oleksy hat durch ihre Arbeit die Begegnung mit Deutschen – insbesondere mit jungen Menschen - gefördert. Ihr war und ist es wichtig, dass deutsche Jugendliche sich mit Auschwitz und den Verbrechen der Deutschen in der NS-Zeit auseinandersetzen können. Sie hat auf diese Weise einen wichtigen Beitrag zur schmerzlichen, mühevollen und notwendigen Erinnerungsarbeit in Deutschland geleistet. Wegen dieser Verdienste hat Bundespräsident Gauck Frau Krystyna Oleksy mit Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ist eine staatliche Auszeichnung für Zivilverdienste. Sie wird durch Bundesbehörde der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

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