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Tag des Gedenkens

an den Völkermord an den Roma und Sinti
Tag des Gedenkens

Am 2. August 2016 fanden im Staatlichen Museum Auschwitz-Birkenau die Veranstaltungen im Rahmen des 72. Jahrestages der Liquidation des sog. Zigeunerlagers statt. In der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau erschienen – neben der Delegation des Zentralrates Deutscher Sinti und Roma – Vertreter des polnischen Staates, Botschafter, Vertreter der Gemeinschaften von Sinti & Roma aus verschiedenen Ländern, sowie eine Delegation aus der Internationalen Jugendbegegnungsstätte in Oświęcim/Auschwitz

Der Einladung von Dr. Werner Köhler, dem Generalkonsul der BRD in Krakau folgend, kamen über 70 Gäste, nach der Veranstaltung in Birkenau, in die Internationale Jugendbegegnungsstätte, wo sie mit einer Schweigeminute Herrn Prof. Rudolph Sarközi, des Obmannes des Kulturvereins Österreichischer Roma gedachten. Leszek Szuster, der Direktor der IJBS, dankte dem Konsul Werner Köhler, dessen Amtszeit sich ihrem Ende nähert, für die erfolgreiche Zusammenarbeit in den letzten Jahren, für die Unterstützung der IJBS, für sein Entgegenkommen und seine Sensibilität für die Problematik von Auschwitz. Romani Rose, der Vorsitzende des Zentralrates Deutscher Sinti und Roma betonte die wichtige Rolle dieses traditionellen, jahrjährlichen Treffens in der IJBS nach der Veranstaltung in der Gedenkstätte. Grußworte an die Anwesenden richteten auch Sylvia Löhrmann, die Ministerin für Schule und Weiterbildung, und Roman Kwiatkowski, der Vorsitzende des Verbands der Roma in Polen.

An den Veranstaltungen nahmen auch die Teilnehmer des durch die IJBS zum vierten Mal organisierten deutsch-polnischen Seminars für Jugendliche „Sinti und Roma in Europa – Identität, Geschichte, Erinnerung“ teil.

Dieses Ereignis wurde von der Ausstellung von Krzysztof Gil „SPUREN FÄHRTEN” zur Roma-Thematik begleitet. Die präsentierten Werke des Vertreters der polnischen Roma, Absolventen der Graphischen Fakultät der Kunstakademie Krakau, versuchen dem Zuschauer bewusst zu machen, wie unverlässlich unser Gedächtnis ist. Gil macht darauf aufmerksam, wie wichtig die Erinnerungsbewahrung im Leben ist, insbesondere bei solchen grundlegenden Fragen wie der Holocaust. Der Zuschauer soll die Schlussfolgerung ziehen, welche gravierende Folgen die mangelnde Akzeptanz der Andersartigkeit des Anderen haben kann. Der Künstler selbst sagte dazu: Der Ausgangspunkt für die Suche nach der entsprechenden Ausdrucksform der Zeichnungen bzw. Grafiken sind alte Fotos von Sinti und Roma. Ein Foto hat zum Ziel, einen Gegenstand, eine Landschaft, eine Person bzw. ein Ereignis festzuhalten. Materialisiert wird dabei der Augenblick, der sich nach dem Schließen der Kamerablende unvermeidlich ändert. Ein Stück des lichtempfindlichen Papiers wird zu einem Foto, das uns daran erinnern soll, was wir festhalten wollten. Auch Fotos sind der Probe der Zeit ausgesetzt, genauso wie unser Gedächtnis.

Die Ausstellung ist bis zum 26. August 2016 zu sehen.

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