Aktuelles

Junge Führungskräfte

beim RYLA-Seminar
RYLA

Heutzutage hören wir viel darüber, was uns in Europa voneinander trennt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Rotary Youth Leadership Award (RYLA) – Seminars mit dem Titel „Pfeiler setzen – Brücken bauen“, welches vom 10.-14. Mai in Frankfurt (Oder) stattfand, diskutierten was uns in Europa vereint und wie sich die europäische Gemeinschaft angesichts der aktuellen Herausforderungen ausrichten sollte.

Das RYLA-Seminar sowie das Europäische Jugendparlament der Nachbarländer (Polen- Deutschland-Frankreich) wurden durch den langjährigen Freund und Mitglied des Stiftungsrats der Internationalen Jugendbegegnungsstätte in Oświęcim Dr. Richard Pyritz initiiert. Leider am 12. Mai erreichte uns die traurige Nachricht von seinem Tod. Dr. Richard Pyritz hat die oben genannten Projekte nicht nur angestoßen, sondern war auch mit seinem ganzen Herzen bei deren Umsetzung dabei. Er wird immer ein integraler Bestandteil des RYLA-Projekts sowie Ehrenpräsident des Europäischen Jugendparlaments der Nachbarländer bleiben.

An dieser Auflage des Projekts nahmen junge Führungskräfte aus Deutschland, Polen, Frankreich und der Ukraine teil. Am ersten Tag fiel es zwar noch schwer sich alle Namen zu merken, dennoch schafften wir es und hatten dabei viel Spaß. Wir fanden ebenfalls heraus, dass nur 2 Teilnehmer keine Schokolade mögen und dass die Mehrheit der Teilnehmer mindestens 3 Sprachen sprechen.

Am 2. Tag widmeten wir uns dann einer etwas ernsthafteren Arbeit. Wir begann den Tag mit einem Spaziergang durch die Straßen von Frankfurt (Oder) hin zur Europa-Universität Viadrina, wo wir uns mit ihrem Präsidenten, Prof. Dr. Alexander Wöll, trafen und mehr über die Arbeit der Viadrina im internationalen und interdisziplinären Kontext erfuhren.

In den folgenden Programmpunkten setzten wir uns mit der Nachkriegszeit auseinander. Dr. Mark Keck-Szajbel und Dr. Frank Grelka vom Zentrum für Interdisziplinäre Polenstudien führten uns durch Frankfurt (Oder) und Prof. Phil Scranton von der Rutgers Universität hielt einen Vortrag über das Leiten von kommunistischen Betrieben in Polen, Ungarn und der Tschechoslowakei in den Jahren 1945-1970.

Der nächste Tag befasste sich mit dem Thema Europa und der europäischen Gemeinschaft anhand einer Diskussion über den Konflikt in der Ost-Ukraine mit Prof. Dr. Alexander Wöll, Präsident der Europa-Universität Viadrina, und Dr. Klaus Wittmann, Brigadegeneral a. D. der Bundeswehr und ehem. Direktor Academic Planning and Policy am NATO Defense College (NDC) in Rom. Während der lebhaften Diskussion stellten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer viele Fragen zu dem Konflikt und zu den Reaktionen der Europäischen Staaten, sowie zu möglichen Lösungen und Wegen dessen Deeskalation.

Obwohl der Konflikt in der Ost-Ukraine einer der dringlichsten Herausforderungen für die europäische Politik ist, besitzen junge Menschen außerhalb der Ukraine geringe Kenntnisse darüber. Deshalb haben wir in unserem vollgepackten Programm die Zeit gefunden, uns den Film „Maidan“ von Andriej Losnitsa anzuschauen. Im Anschluss beantworteten die Teilnehmer aus der Ukraine Fragen und brachten den anderen Teilnehmern die Hintergründe und Konsequenzen der Revolution der Würde in der Ukraine näher.

Diesen Programmpunkten folgten Workshops, bei denen Themen wie die Entwicklung der europäischen Gemeinschaft, die Fundamenten Europas und die Polnisch-Deutsch-Ukrainische-Jugendzusammenarbeit behandelt wurden. Am vorletzten Tag stellten die Seminarteilnehmende die Ergebnisse ihrer Arbeit vor und gaben Aussichten über ihre Aktivitäten nach dem Seminar. Hiermit hat das RYLA-Seminar schon einer seiner Hauptziele erfüllt - jungen Menschen als Impuls und Inspiration dafür zu dienen, in ihren Leben zuhause aktiv und engagiert zu bleiben.

Nach der Zusammenfassung des Projekts reisten die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer heim, um sich nächstes Jahr wieder zu treffen und ihre umgesetzten Aktivitäten zu präsentieren.

Dieses Projekt wurde durch die finanzielle Unterstützung des Deutsch-Polnischen Jugendwerks, des Rotary Distrikt 1940 sowie einzelner Rotary Clubs ermöglicht.

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Nataliia Tkachenko, IJBS

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