„Der Christus von Auschwitz”

in Tymbark
Tymbark

Am 4. September wurde die Stadtbücherei in Tymbark, im Rahmen des 80. Jahrestages des Ausbruchs des 2. Weltkriegs, nach Hauptmann Tadeusz Paolone benannt. An der Zeremonie, welche von den örtlichen Behörden, patriotischen Organisationen der Gemeinde Tymbarks und dem Krakauer Institut für Nationale Erinnerung organisiert wurde, nahm auch Zofia Posmysz – Schriftstellerin und Auschwitz-Überlebende in Begleitung des Direktors der IJBS Leszek Szuster, Masza Potocka, Leiterin des Museums für Gegenwartskunst in Krakau (MOCAK) und Falk Altenberger der Konrad Adenauer Stiftung in Polen teil.

Für Zofia Posmysz hatte die Veranstaltung noch eine weitere Bedeutung – sie hat es sich zum Lebensinhalt gemacht das Vermächtnis von Tadeusz Paolone, dem Protagonisten in ihrer Erzählung „Der Christus von Auschwitz“, am Leben zu erhalten und zu verbreiten. In Tymbark sagte sie: „Das ist der größte Erfolg meines Lebens. Ich schätze ich habe überlebt um das Vermächtnis dieses Mannes zu verbreiten und zu festigen. Wenn es wie hier – mit so viel Interesse und Engagement passiert– ist das ein große Auszeichnung für mich. Jedoch bin ich mir nicht sicher dass ich sie verdiene“. Zu diesem Anlass übergab Zofia Posmysz der Stadtbibliothek eine Kopie des Medaillons mit dem Abbild von Jesus Christus, welches Sie von Tadeusz Paolone kurz vor seiner Hinrichtung, wegen Mitgliedschaft in einer militärischen Lagerorganisation, erhalten hatte.

Ein weitere Programmpunkt während der Feierlichkeiten war die Präsentation des Buches „Schreiberin von Auschwitz“ über Zofia Posmysz, welches von Masza Potocka verfasst und vom MOCAK gemeinsam mit der IJBS herausgegeben wurde.

Für die IJBS und die Konrad Adenauer Stiftung war der gemeinsame Besuch mit Zofia Posmysz in der Heimat von Tadeusz Paolone und die Teilnahme an der Zeremonie die Krönung des gemeinsamen Projekts „ Argument Biographie – Menschliche Werte in einer unmenschlichen Welt“, welches auf der Erzählung der „Christus von Auschwitz“ von Zofia Posmysz basiert.

Fotos: Tadeusz Rybka/ OSW Tymbark

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