Menschenrechte gestern

– Menschenrechte heute: Widerstand und Zivilcourage
deutsch-polnischer Jugendaustausch

Das Thema Zivilcourage und Widerstand werden wir bei der zweiteiligen deutsch-polnischen Jugendbegegnung sowohl auf der historischen Ebene wie auch im heutigen Kontext behandeln.

Im ersten Teil des Projektes versuchen wir das Thema Zivilcourage und die Achtung der Menschenrechte in verschiedenen Lebenssituationen anhand unserer persönlichen Erfahrungen aufzugreifen. Die Jugendlichen werden Antworten auf die Frage suchen: Was bedeutet für mich Zivilcourage heute und der Einsatz für die Menschenrechte? Die Arbeit im Kunstworkshop wird die Jugendlichen unterstützen, ihre eigene Meinung zum Ausdruck zu bringen.

Im zweiten Teil werden die TeilnehmerInnen die historische Analyse des Widerstandes im besetzten Polen mit dem Schwerpunkt auf der Geschichte des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau durchführen.

Anlässlich des 70. Jahrestages des Aufstandes im Sonderkommando wird sich unsere Analyse auf die Geschehnisse im Sonderkommando im Jahr 1944 konzentrieren. Die Führung in der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau, die Arbeit mit Zeitzeugenberichten und der Workshop über Henryk Mandelbaum werden uns viele Beispiele für zivilcouragiertes Verhalten unter den Häftlingen im Lager zeigen. Wir werden ebenfalls gegenwärtige Beispiele von Personen suchen, die durch ihre Haltung den Anderen ein Vorbild sind und somit ein Beispiel darstellen, sich für Menschen zu engagieren.

Termine:
Teil 1: 30.03.-05.04.2014, Internationales Forum Burg Liebenzell in Bad Liebenzell
Teil 2: 28.09.-03.10.2014, IJBS Oświęcim/Auschwitz
Organisation:
IJBS Oświęcim/Auschwitz, Internationales Forum Burg Liebenzell in Bad Liebenzell
Info:
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Programm Teil 1, 31.03. – 04.04.2014

UKW-Radio "Project_RadioXCHANGE"

film Zivilcourage

film Zivilcourage Courage Man

1. Teil des deutsch-polnischen Jugendaustauschs - Zusammenfassung

„Menschenrechte gestern und heute – Widerstand und Zivilcourage”

Unter diesem Titel fand in einer malerischen Landschaft der Burg in Bad Liebenzell das nächste Treffen der deutschen und polnischen Jugendlichen statt, das seit Jahren in Zusammenarbeit der Internationalen Jugendbegegnungsstätte in Oswiecim mit dem Internationalen Forum Burg Liebenzell in Bad Liebenzell organisiert wird.

Die Teilnehmer am Projekt waren Schülerinnen und Schüler von den Oberschulen in Baden-Württemberg, Kęty und Sławków.
Das Thema des Seminars wurde auf zeitgenössische Formen des Bürgerwiderstands in der demokratischen Gesellschaft fokussiert. Die Teilnehmer versuchten folgende Fragen zu beantworten: Was versteht man heutzutage unter dem Begriff Zivilcourage? Was braucht man, um Zivilcourage leisten zu können? Die Antworten bestätigten nicht nur die Bürgerreife der jungen Teilnehmer, aber auch eine gründliche Analyse der aktuellen Ereignisse in der Welt. Unter den beunruhigenden Erscheinungen befanden sich: Gewalt, Rassismus, Sexismus, Diskriminierung der sexuellen Orientierung und Religionsdiskriminierung. Die Teilnehmer bemerkten treffend, dass Zivilcourage bedeutet aktiv zu handeln und nicht – die Augen beim Bösen unter uns zuzudrücken. Die Eigenschaften, die man dazu braucht, sind: Mut, Engagement und Selbstsicherheit.

Die Teilnehmer äußerten ihr Verhältnis zu den oben genannten Erscheinungen in einer kreativen Weise, indem sie die Rollen der Journalisten, Regisseuren, Szenografen, Kameraleute, Schauspieler, Trickfilmanimateuren verkörperten. Mit der Unterstützung von Dejan Simonovic, Mediengestalter und Medienpädagogen, lernten sie Geheimnisse der Dreharbeiten, der Montagetechnik und Vertonung kennen. Dabei hatten sie die Möglichkeit, Teamarbeit zu leisten und sich durch Kreativität auszuzeichnen.

Während unseres Besuchs auf der Burg Liebenzell lernten wir viele prächtige Leute kennen, dank denen wir einige Tage in einer wunderbaren Atmosphäre verbringen konnten, indem wir lernten, spielten und arbeiteten. Die Teilnehmer aus Polen und Deutschland – trotz der Sprachbarrieren, die uns mehrmals dazu brachten, dass wir Tränen lachten – fühlten sich ausgezeichnet zusammen, sowohl in der Freizeit, als auch während der Arbeit am Projekt. Die gemeinsame Arbeit am Seminarthema ermöglichte uns, Kreativität vorzuweisen und die Meinung zur Zivilcourage auf eine interessante und unkonventionelle Weise zu übermitteln. Ich freue mich, dass ich an diesem Projekt teilnehmen konnte. Das war für mich eine Erfahrung, die ich für immer behalte.(Karolina)

Der Aufenthalt in Bad Liebenzell machte mir bewusst, wie wichtig Sprachkenntnisse sind. Ich lernte da viele interessante Deutsche, die alle Vorurteile über ihre Nation und ihr Land widerlegten.(Jagoda)

Das Projekt in Bad Liebenzell ermöglichte mir, neue Gesichtspunkte bezüglich der Zivilcourage und neue Kultur kennen zu lernen, ein Stück Deutschland zu sehen und meine Sprachkenntnisse zu prüfen.(Anna)

Die nächste Begegnung der Gruppe findet im Oktober in Oswiecim/Auschwitz statt. Dann werden sich die Jugendlichen mit dem Thema des Widerstandes im besetzten Polen mit dem Schwerpunkt auf der Geschichte des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau beschäftigen.

Das Projekt wurde durchgeführt von Gertrud Gandenberger (IFBL) i Olga Onyszkiewicz (IJBS) dank der Unterstützung von Bundesvereinigung kulturelle Jugendbildung und Deutsch-Polnisches Jugendwerk (DPJW).

Pobyt w Bad Liebenzell uświadomił mi, jak wiele może dać znajomość języków obcych.
Poznałam tu wielu ciekawych Niemców, którzy obalili wszystkie stereotypy na temat ich narodu i kraju. (Jagoda Kazimierska)

Wir ermuntern Sie, sich die Ergebnisse der gemeinsamen Arbeit der TeilnehmerInnen anzuschauen bzw. anzuhören.

Olga Onyszkiewicz


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2. Teil des deutsch-polnischen Jugendaustauschs - Zusammenfassung

„Menschenrechte gestern - Menschenrechte heute. Widerstand und Zivilcourage im Alltag”

Das Leitthema des Projektes „Menschenrechte gestern - Menschenrechte heute. Widerstand und Zivilcourage“ war die historische Analyse der Widerstandsbewegung im besetzten Polen unter besonderer Berücksichtigung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau. Angesichts des 70. Jahrestages des Sonderkommando-Aufstands wurden vor allem die mit diesem Arbeitskommando verbundenen Ereignisse im Jahre 1944 thematisiert. Der Besuch im Staatlichen Museum Auschwitz-Birkenau, die Arbeit mit den Berichten der Zeitzeugen, die Workshops, gewidmet dem Henryk Mandelbaum – einem der Mitglieder des Sonderkommandos, sowie der Besuch in der Apotheke Apteka pod Orłem im Krakauer Stadtteil Kazimierz und das Erfahren von dem Heldenmut deren Mitarbeiter in der Zeit des Ghettos lieferten den Teilnehmern viele Beispiele für ungewöhnliche Zivilcourage der Lagerhäftlinge und der Zivilbevölkerung. Die während des Seminars gesammelten Informationen, die kennengelernten Muster von heldenhaftem Verhalten sowie die in diesem kognitiven Prozess steigenden Emotionen fanden ihre Widerspiegelung in dem durch die Teilnehmer vorbereiteten Theaterstück. Gertrud Gandenberger von dem Internationalen Forum Burg Liebenzell und Olga Onyszkiewicz aus unserem Haus, die das Seminar durchführten, sehen drei Ebenen als Wesen des Projektes: gemeinsame Bearbeitung des Themas, Verstehen der Bedeutung der Geschichte für die Gegenwart sowie gemeinsame Auseinandersetzung mit dem Wesen des Respekts für Menschenrechte. Es ist wichtig, dass junge Leute die Problematik der Menschenrechte in ihrem Alltag wahrnehmen und sich bewusst sind, welche Rechte sie verteidigen sollen.

Das Projekt wurde durchgeführt dank der finanzieller Unterstützung des Deutsch-Polnischen Jugendwerks.

Olga Onyszkiewicz


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Zur Verfügung unserer Gäste stehen drei großzügig angelegte Wohnpavillons mit 100 Übernachtungsplätzen in Zwei-, Drei-, Vier- und Fünfbettzimmern.

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