Sinti und Roma

in Europa – Identität, Geschichte, Erinnerung
Seminar für junge Deutsche, Polen, Roma und Sinti

Im Seminar erforschen wir gemeinsam die Prozesse der Entrechtung, Verdrängung und Ermordung der Sinti und Roma in der Zeit des Nationalsozialismus sowie die Gestaltung der Erinnerung an diese historischen Ereignisse. Jährlich am 2. August, dem Tag der „Liquidierung“ des „Familienzigeunerlagers“ in Birkenau, wird an 500.000 im Nationalsozialismus und darunter 20.000 im KL Auschwitz ermordete europäische Sinti und Roma gedacht. An der Gedenkzeremonie wird gemeinsam mit den letzten Überlebenden und ihren Nachkommen auch unsere Seminargruppe teilnehmen können.

Es ist nicht nur ein Zeichen der Erinnerung, sondern auch des Vergegenwärtigens, wie die größte ethnische Minderheit Europas heute in unseren Gesellschaften lebt. Bis heute leiden Sinti und Roma unter stereotypen Zerrbildern, sind Diskriminierung und Gewalt ausgesetzt und stehen besonders im Bildungsbereich infolge andauernder Benachteiligung vor besonderen Herausforderungen – diese Aspekte werden im Seminar aus der Perspektive der „Mehrheit“ und „Minderheit“ ausdiskutiert.

Termin:
28.07.-03.08.2014, IJBS Oświęcim/Auschwitz
Organisation:
IJBS Oświęcim/Auschwitz, Verein der Roma in Polen, Alternatives Jugendzentrum Dessau
Info:
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Sinti und Roma in Europa – Identität, Geschichte, Erinnerung

Zwanzig junge Menschen aus Polen und Deutschland nahmen an der zweiten Edition des Seminars „Sinti und Roma in Europa – Identität, Geschichte, Erinnerung“ teil. Die gemeinsame Seminarwoche (28.07. - 03.08.2014) krönte die Teilnahme der Gruppe an der Zeremonie zum Gedenken an den 70. Jahrestag der Liquidierung des ehemaligen „Zigeunerlagers” in Auschwitz II-Birkenau am 2 August. Das Seminar fing mit dem Workshop Sinti und Roma aus der Perspektive der „Mehrheit“ - Fakten, Mythen, Stereotypen an, der von der Absolventin der ersten Seminaredition, Aleksandra Kalisz von der Pädagogischen Universität Krakau geleitet wurde. Die TeilnehmerInnen erforschten u.a. die Ursachen und Folgen der Diskriminierung der heutzutage größten ethnischen Minderheit in Europa und bezogen sich dabei auf die eigenen Erfahrungen und Beobachtungen, indem sie auch nach den Strategien zur Lösung der bestehenden Konflikte und Probleme in der Beziehung Minderheit-Mehrheit suchten. An diese Problematik knüpfte auch Michael Roth, Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt der BRD, der im Treffen mit der Gruppe u.a. Ziele und Strategien der Europäischen Union gegenüber den Minderheiten darstellte.


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Zur Verfügung unserer Gäste stehen drei großzügig angelegte Wohnpavillons mit 100 Übernachtungsplätzen in Zwei-, Drei-, Vier- und Fünfbettzimmern.

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