Wir erinnern uns

Der Holocaust und die Rettung ungarischer Juden 1944/1945
Projekt für Jugendliche aus Sekundarschulen in Oświęcim

Zum 70. Jahrestag der Vernichtung und Rettung der ungarischen Juden 1944/1945, wollen wir die Erinnerung an diese Ereignisse wiederbeleben. Eine Gruppe Jugendlicher aus Sekundarschulen in Oświęcim wird an einer Workshopreihe teilnehmen, die sie auf die Durchführung von - an ihre Altersgenossen gerichteten - Führungen in der Ausstellung Schutz im „Glashaus“ – Widerstands- und Rettungsaktionen ungarischer Zionistinnen 1944/45 vorbereitet. Die Ausstellung wird in der IJBS von Mai bis Ende Juli 2014 präsentiert.

Zur Jahrhundertwende wurde Budapest als das „Paris des Ostens“ bezeichnet - nach dem Ersten Weltkrieg lebten in der neu gegründeten Republik Ungarn fast eine Million Juden, von ihnen fast die Hälfte in Budapest, wie u.a. auch Theodor Herzl - Begründer und Verfechter des Zionismus. Während der Herrschaft der ungarischen Nationalsozialisten, wurden die Juden allmählich vom sozialen und politischen Leben ausgeschlossen. Im Jahr 1939 wurde der sogenannte „Arbeitsdienst“ eingeführt, der alle jüdischen Männer betraf. Schon vor Einmarsch der deutschen Wehrmacht in Ungarn am 19. März 1944 kamen im ungarischen „Arbeitsdienst“ fast 42.000 Juden um. Parallel zu der immer schärfer werdenden Verfolgung und beginnenden Deportation der ungarischen Juden nach Auschwitz-Birkenau, entstand in Budapest eine Widerstandsbewegung, die die Rettung der Juden vor der Vernichtung zum Ziel hatte. Das sogenannte „Glashaus“ wurde zum Zentrum der Aktivitäten, in dem sich unter dem Schutz der Diplomaten - Carl Lutz und seiner Frau Gerti - vor allem Frauen und Jugendliche in der zionistischen Widerstandsorganisation engagierten. Junge Frauen und Männer - damals fast noch Kinder – zeichneten sich durch großen Mut und Verantwortung aus. Als im Jahr 1949 in Ungarn zionistische Organisationen verboten wurden, beschlossen die meisten von ihnen nach Palästina und später nach Israel auszuwandern.

Die Ausstellung und die Video-Interviews mit ungarischen Zionistinnen, die sich am Widerstand und der Rettung beteiligten, entstanden im Rahmen des gemeinsamen Projekts des Holocaust Memorial Centers in Budapest, des Internationalen Auschwitz-Komitees und der Stiftung Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Berlin.

Termine:
1. Workshop: März 2014
2. Workshop: April 2014
3. Workshop: Mai 2014
Mai-Juli 2014: Führung durch die Ausstellung durch Jugendliche aus Sekundarschulen in Oświęcim
Organisation:
IJBS Oświęcim/Auschwitz, Holocaust Memorial Center in Budapest, Internationales Auschwitz Komitee in Berlin, Stiftung Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Berlin
Info:
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