ERINNERUNGEN

AN AUSCHWITZ UND DEN HOLOCAUST
DEUTSCH-POLNISCH-UKRAINISCHES SEMINAR FÜR JUGENDLICHE UND STUDENT_INNEN
Termin:
11.09.-17.09.2016, IJBS Oświęcim/Auschwitz
Organisation:
IJBS Oświęcim/Auschwitz, Aktion Sühnezeichen Friedensdienste in Berlin, Akciya Spokuti zarady myru in Kiev
Info:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Wege zur Erinnerung – Erinnerungen an Auschwitz und den Holocaust

Bereits zum dritten Mal fand in der Internationalen Jugendbegegnungsstätte das deutsch-polnisch-ukrainische Seminar „Erinnerungen an Auschwitz und den Holocaust“ statt, das gemeinsam von der IJBS Oświęcim, der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste in Berlin und Akciya Spokuti zarady myru in Kiew organisiert wurde.

Die Seminarthemen waren: die Geschichte Auschwitz, die deutsche Besatzung in Polen und in der Ukraine, sowie das Schicksal der polnischen und ukrainischen Juden. Darüber hinaus beschäftigten sich die Teilnehmer_innnen mit der Rolle von Auschwitz als dem Symbol der nationalsozialistischen Verbrechen, sowie der Erinnerungskultur bezogen auf Auschwitz und den Holocaust in den drei Ländern. Die Jugendlichen versuchten Antworten auf folgende Fragen zu finden: Warum erinnern wir die gleichen geschichtlichen Ereignisse unterschiedlich? Von welchen Faktoren wird die kollektive Erinnerung geprägt? Können wir zur Versöhnung beitragen, indem wir über die Geschichte der anderen Länder lernen?

Zunächst machten sich die Teilnehmer_innen mit der Geschichte der Genese des Nationalsozialismus und des Systems der Konzentrationslager in einem Workshop vertraut und nahmen dann an der Studienführung in der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau teil. Um die nationalen Erinnerungen von Auschwitz kennenzulernen, besuchten die Teilnehmer_innen die nationalen Ausstellungen auf dem Gelände des ehemaligen Stammlagers – die Ausstellung über die Vernichtung der Sinti und Roma, die russische, polnische und ungarische Ausstellung – und diskutierten im Anschluss über die in der Ausstellungen präsentierten nationalen Narrative. Zusätzlich hatten sie auch einen Vortrag von dem Museum-Experten Mirosław Obstarczyk mit dem Titel „Die Symbolik und Bedeutung des KL Auschwitz für verschiedene nationale Gruppen“.

Der Höhepunkt der Begegnung waren die Präsentationen der Teilnehmer_innen über die Rolle von Auschwitz und dem Holocaust in der kollektiven Erinnerung in den drei Ländern. In den nationalen Gruppen präsentierten sie die verschiedenen Formen des Gedenkens, wie: Museen, Symbole, Gedenktage, Denkmäler und historische Fotografien, um sie in der Gruppe zu diskutieren, Meinungen und Erfahrungen auszutauschen. Wir hoffen, dass die Begegnung half, sich gegenseitig zu verstehen.

Das Seminar wurde aus Mitteln des Deutsch-Polnischen Jugendwerks (DPJW) im Rahmen des Förderprogramms „Wege zur Erinnerung” finanziert.

Koordination des Seminars: Judith Hoehne-Krawczyk / IJBS Oświęcim, Michał Wawrzyński/Bydgoszcz

Hotel Services

Zur Verfügung unserer Gäste stehen drei großzügig angelegte Wohnpavillons mit 100 Übernachtungsplätzen in Zwei-, Drei-, Vier- und Fünfbettzimmern.

Mehr