GEDENKSTÄTTENSEMINAR

STUDIENFAHRT FÜR REGIONALGRUPPEN DER AKTION SÜHNEZEICHEN FRIEDENSDIENSTE
Termin:
15.06.-19.06.2016, IJBS Oświęcim/Auschwitz
Organisation:
IJBS Oświęcim/Auschwitz, Aktion Sühnezeichen Friedensdienste in Berlin
Info:
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Erinnern und sich engagieren

Vom 15. bis zum 19. Juni 2016 fand in der Internationalen Jugendbegegnungsstätte das Seminar „Widerstand und ziviler Ungehorsam“ mit ehemaligen Freiwilligen der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste statt. Diese ehemaligen Freiwilligen, meist Studenten, leben verteilt in ganz Deutschland und sind in so genannten Regionalgruppen der Aktion Sühnezeichen organisiert. Zu den Tätigkeiten der Regionalgruppen gehört die Mitorganisation der Gedenkfeierlichkeiten zu den Jahrestagen der Befreiung der Konzentrationslager und zum Ende des Zweiten Weltkrieg, sowie die Teilnahme an diesen. Auch organisieren sie Treffen mit Zeitzeugen und andere Veranstaltungen zu ähnlichen Themen und kümmern sich um die aktuellen Freiwilligen.

Die jungen Erwachsene hatten einen Studienaufenthalt von zwei Tagen im Staatlichen Museum Auschwitz-Birkenau, mit Führungen im ehemaligen Konzentrationslager, Diskussionen und einem Vortrag in der Kunstausstellung. Das Programm des Gedenkstättenseminars begann in Oświęcim und wurde mit dem Besuch in Krakau beendet. Einer der Programmpunkte war ein Gespräch mit dem Ministerpräsidenten von Thüringen, Bodo Ramelow, über Gedenken und Erinnerung. Die Teilnehmer_innen und Organisatoren waren dankbar für die Gelegenheit in der Internationalen Jugendbegegnungsstätte zu leben und zu lernen, sowie die Bibliothek der IJBS nutzen zu können. Dies machte es möglich ausgewählte Themen zu vertiefen, über die weitere Projektarbeit nachzudenken, sowie persönlich als auch in der Gruppe den Aufenthalt zu reflektieren. Gleichzeitig fand auch das Life Festival statt, das den extremen Gegenpol bildete zu den Erlebnissen, die mit dem Besuch des ehemaligen Lagers verbunden sind. Durch das Festival wurden die Gedanken in eine andere Richtung gelenkt, denn im Garten der Begegnungsstätte sitzend, war es unmöglich die bekannten Sänger nicht zu hören.

Die Teilnehmer_innen wären sogar noch länger in Oświęcim geblieben, um auch eigenständig die Gedenkstätte zu besuchen. In den Gesprächen betonten sie die Bedeutung der Gedenkstättenfahrt für ihr soziales und politisches Engagement. Die bewusste Erinnerung an die Ereignisse von mehr als 70 Jahren, die Erinnerung an die Opfer an Ort und Stelle und die begleitenden Gefühle wie Trauer und Bestürzung zeigten, was Auschwitz noch heute für uns bedeutet und für unsere Tätigkeiten.

Das Projekt wurde durch das Ministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und IBB gGmbH unterstützt.

Autor: Kamila Zimmermann

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