Generalversammlung

„Ich möchte nicht dass unsere Vergangenheit zur Zukunft unserer Kinder wird“
Walne zgromadzenie MKO

Diese Worte richtete der Präsident des Internationalen Auschwitz Komitees (IAK), Herr Romans Kent (New York), an die Teilnehmer der Generalversammlung des Internationalen Auschwitz Komitees die vom 29.-30. August in der Internationalen Jugendbegegnungsstätte in Oświęcim/Auschwitz (IJBS) stattfand.

Zu der Generalversammlung reisten knapp 100 Delegierte der einzelnen Länderkomitees und dem IAK nahestehenden Organisationen aus 16 Ländern an. Unter ihnen waren viele Überlebende des KL Auschwitz-Birkenau wie Esther Bejarano, Eva Fahidi, Noah Klieger, Marian Turski, Roman Kent oder Prof. Felix Kolmer, Prof. Wacław Długoborski sowie Angehörige der 2. Generation.

Vor dem offiziellem Beginn der Generalversammlung, am 29. August um 11:30, besuchte die Delegation erst Auschwitz-I- Stammlager um an der Todeswand bei Block 11 einen Kranz niederzulegen und im Anschluss Auschwitz-II-Birkenau um dort am Mahnmal ebenfalls einen Kranz niederzulegen und den Opfern zu gedenken. Zur offiziellen Eröffnung der Generalversammlung kamen auch viele Würdenträger in die IJBS wie der Bürgermeister der Stadt Oświęcim, Herr Janusz Chwierut, der Generalkonsul der Bundesrepublik Deutschland in Krakau, Herr Dr. Michael Groß, oder der Generalkonsul der Republik Frankreich in Krakau, Herr Frédéric de Touchet, Vorstands- und Ratsmitglieder der Stiftung für die IJBS.

Nach dem Verlesen der eingereichten Grußworte des Präsidenten der Republik Polen, Herrn Andrzej Duda, des Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland, Herrn Frank-Walther Steinmeier, des Bundespräsident der Republik Österreich, Alexander Van der Bellen, und des Generalsekretärs der Vereinten Nationen, Herrn António Guterres, stellte Christoph Heubner, Exekutiv-Vizepräsident des IAKs, in seinem Vortrag die Entwicklung des IAK seit der Eröffnung des Berliner Büros im Jahr 2003 und die Perspektiven einer zukünftigen Arbeit vor. Im Anschluss begrüßte der Direktor der IJBS, Leszek Szuster, als Hausherr die Teilnehmer, bevor Frau Ines Doberanzke-Minikel ein Grußwort im Namen der Volkswagen AG verlas, die gerade zu einer Maßnahme mit polnischen und deutschen Auszubildenden in der IJBS weilt. Im Anschluss berichtete der Vize-Direktor des Staatlichen Museums Auschwitz-Birkenau, Herr Andrzej Kacorzyk, den Teilnehmer über die Lage in und Herausforderungen der Gedenkstätte und ging ausführlich auf die ihm gestellten Fragen ein.

Nach den darauf folgenden Berichten aus Israel vorgetragen von Herrn Noah Klieger und Avi Rosental und dem aus Frankreich bei dem Frau Isabelle Ernot die von ihnen entwickelte Webseite www.memoiresdesdeportations.fr vorstellte, ging der Erste, ereignisreiche Tag seinem Ende entgegen. Der erste Tag der Generalversammlung mündete im „Abend der Begegnungen“, der musikalisch von Veronika und Marcin Bojanski begleitet wurde, bei dem die Teilnehmer sich in kleinen Kreisen austauschten, aber auch für die zahlreichen jungen Menschen die zu diesem Zeitpunkt in der IJBS weilten eine einzigartige Möglichkeit war sich mit Überlebenden zu unterhalten.

Der 2. Tag der Generalversammlung war geprägt von den Berichten der einzelnen Länder und Organisationen die einen einmaligen Einblick in die Aktivitäten und teils schwierigen Situationen der einzelnen Länder ermöglichte. In seinem packenden Vortrag - „Die Welt nach Auschwitz“ – Erwartungen zur zukünftigen Arbeit des IAK – warnte Marian Turski: Wenn es keine persönliche Erinnerung mehr gibt, muss sie von der kollektive Erinnerung ersetzt werden. Kollektive Erinnerung das seid ihr, das ist etwas was Ihr kreieren könnt. Die kollektive Erinnerung die uns auch von den Erfahrungen des 20. Jahrhunderts erzählen wird. Denn bedenkt, wir dürfen nicht vergessen dass uns das 20. Jahrhundert sagte dass die Demokratie auseinanderfallen kann – sie kann es. Da gibt es keinerlei Garantien dass die Ethik zusammenbrechen kann.

Das Präsidium des IAKs wurde in seiner jetzigen Zusammensetzung bestätigt und Herr Roman Kent wieder zum Präsidenten des Internationalen Auschwitz Komitees gewählt.

Beim Verlassen der IJBS bedankten sich die Teilnehmer der Generalversammlung, allen voran die Überlebenden, für das gezeigte Interesse und die herzliche Fürsorge während der Generalversammlung, die dazu geführt hat dass sie sich wie Zuhause gefühlt haben.

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