Erinnerung an

„Gerechte unter den Völkern” – die Rettungsaktion der dänischen Juden vor der Vernichtung im Oktober 1943

5.600 Juden - das ist gemessen an der Gesamtzahl von 4 Millionen Einwohnern Dänemarks eine geringe Zahl. Die dänische Regierung wollte lange nichts von Rassengesetzen in jeglicher Form hören. Deshalb musste die „Endlösung” in Dänemark warten. Im Herbst des Jahres 1943 war es jedoch soweit, die Deutschen beschlossen die Deportation der dänischen Juden, nachdem im August breite Volksproteste die bisherige Zusammenarbeit zwischen der Besatzungsmacht und dem dänischen politischen System zu Fallgebracht hatten. In der Nacht vom 1. zum 2. Oktober schlugen sie zu. Spontan und improvisiert war der Aufruhr der zivilen Bevölkerung gegen die Verletzung der Menschenrechte durch die Besatzungsmacht. Es hatte zuvor viele Halbherzigkeiten und Opportunismus in dem besetzten Land gegeben, Antisemitismus und Fremdenhass waren keine unbekannten Erscheinungen. Die Flüchtlinge, die vor den Diktaturen Europas geflohen waren und nach Dänemark kamen, standen nicht selten vor geschlossenen Grenzen. Angesichts der unmittelbar drohenden Deportation bezogen viele das erste Mal Stellung und halfen den Flüchtenden. Der Workshop beruht auf den Texten und Fotos der Ausstellung „Oktober 1943. Die dänischen Juden - Rettung vor der Vernichtung“ (Hrsg. durch das Königlich Dänische Ministerium des Äußeren und das Museum des Dänischen Widerstands 1940-1945) und führt die Teilnehmer_innen in die Geschichte und Kultur der Juden in Dänemark und die Besatzungspolitik ein und ermutigt zur Diskussion über die Bedeutung der Zivilcourage und des zivilen Widerstandes im historischen und gegenwärtigen Kontext.

Alter:
ab 16 Jahren
Dauer:
bis 3 Stunden
Leitung:
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*Workshop in deutscher Sprache. Empfohlen nach dem Besuch der Gedenkstätte.

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