„Menschen guten Willens“

– Stanisława Smreczyńska. Wie rettete man die Häftlinge des KL Auschwitz?

Am 14. Juni 1940 traf der erste Transport mit Häftlingen aus dem Gefängnis in Tarnów im KL Auschwitz ein. Im Angesicht des Unrechts und des Terrors, dem die Häftlinge unterworfen waren, versuchten viele Bewohner von Oświęcim und Umgebung, ihnen nach Möglichkeit zu helfen: sie beschafften ihnen illegal Lebensmittel und Medikamente und halfen ihnen bei der Organisation von Fluchten und bei der Weitergabe von Kassibern. Manchmal wurden diese Aktionen durch Untergrundbewegungen vorbereitet und manchmal vollkommen spontan durch Menschen unternommen, die in keiner Organisation engagiert waren. Nicht viele Leute außerhalb von Polen wissen heute von der Tätigkeit der Polen zur Unterstützung der Häftlinge des Lagers Auschwitz, über ihre Opferbereitschaft und Zivilcourage. Eine der stillen Heldinnen jener Zeit ist Stanisława Smreczyńska. Während des Krieges, im Alter von 14 Jahren, lieferte sie den Häftlingen Lebensmittel, Medikamente, warme Kleidung und schmuggelte ihre illegale Korrespondenz. 2010 wurde sie durch den Präsidenten der Republik Polen Bronisław Komorowski mit dem Ritterkreuz des Ordens der Wiedergeburt Polens „für herausragende Verdienste um die Rettung menschlichen Lebens ” ausgezeichnet. Das Ziel des Workshops, der auf dem filmischen Zeugnis von Stanisława Smreczyńska beruht, ist die Vertiefung des Wissens über die lagernahe Untergrundbewegung und die Unterstützung der Häftlinge des KL Auschwitz durch die polnische Bevölkerung, besonders unter Jugendlichen, die Bewahrung der Zeugnisse der Menschen guten Willens und die Aufnahme der Diskussion über die Stereotype bezüglich des Verhaltens der Polen während des 2. Weltkrieges und des Holocaust.

Alter:
ab 16 Jahren
Dauer:
3 Stunden
Leitung:
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*Workshop in polnischer Sprache. Empfohlen nach dem Besuch der Gedenkstätte.

Hotel Services

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