Architektur des Hauses

Die Aufgabe, in Oświęcim einen Begegnungsort für Jugendliche verschiedener Nationen der Welt zu planen und zu bauen, war für mich und meine Kollegen ein Geschenk und eine Verpflichtung; ein Geschenk, weil ich diese Aufgabe, die nie schriftlich formuliert und erst recht nicht in Form eines Vertrags festgehalten worden war, als eine Form von Herausforderung, als Berufung angenommen und verstanden habe; ein Geschenk, weil ich die Möglichkeit hatte, meine berufliche Erfahrung, politischen Überzeugungen und meinen christlichen Glauben einzubringen.

- sagte Helmut Morlok, der Architekt des Hauses, im Dezember 1986 anlässlich der feierlichen Eröffnung der IJBS

Das Haus begann, im Bewusstsein der Bürger der Stadt und der jungen Besucher aus der ganzen Welt als ein Ort mit einer außergewöhnlichen Atmosphäre zu existieren – als ein Ort, an dem man gerne kommt und zurückkommt, auch noch nach Jahren.

Hierbei spielt die besondere Architektur des Hauses eine wichtige Rolle: genial in ihrer Einfachheit, edel durch die Art der verwendeten Materialien, funktional und – was viele Besucher betonen, „ein Haus mit Seele”.

Das durch den deutschen Architekten Helmut Morlok konzipierte Haus besteht aus einem Komplex von freistehenden, leichten, einstöckigen Pavillons – offen nach allen Richtungen, angeordnet um den zentralen Part – den Hof der Begegnungen, den Garten. Es ist eine Architektur voller Schlupfwinkel und Orte für Gespräche im kleinen Kreis, die eine intime Atmosphäre schafft und somit einen Gegensatz zur im Lager angewandten Taktik des Einblicks in alles, was sich innerhalb des Lagerzauns abspielte, bildet. Hier gibt es Platz für Begegnung und Gruppenspiele, aber auch für ein nachdenkliches Gespräch oder Kontemplation im Stillen.

Eine bedeutende Rolle bei der Schaffung der besonderen Atmosphäre in der IJBS nimmt das durch den Architekten benutzte Baumaterial ein – Holz. Als Rohstoff weich, dezent und vom Menschen als angenehm empfunden, stellt es einen weiteren Gegensatz zu repressiv wirkendem Stein oder harten und schweren Beton dar, der beim Bau des Lagers Auschwitz benutzt wurde.

Hotel Services

Zur Verfügung unserer Gäste stehen drei großzügig angelegte Wohnpavillons mit 100 Übernachtungsplätzen in Zwei-, Drei-, Vier- und Fünfbettzimmern.

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