Ausstellung

Gott hat ein Gesicht
wystawa Béli Faragó

Am 15. Mai 2016 um 18:30 fand in der Internationalen Jugendbegegnungsstätte in Auschwitz/Birkenau die Eröffnung der Ausstellung von Béla Faragó „Gott hat ein Gesicht / Bóg ma jedno oblicze“ statt. Direktor der IJBS Leszek Szuster begrüßte die Gäste und bat den Künstler eine Einführung zu der Ausstellung zu machen. Eine Klammer, die das Ereignis heftete war der Auftritt der Schüler aus der Staatlichen Karol Szymanowski Musikschule in Oświęcim.

Filip Starzyński (Akkordeon) und Eryk Żużałek (Gitarre) präsentierten einige Musikstücke die den offiziellen Teil der Vernissage eröffneten und beendeten. Zum Schluss äußerte der Künstler die Bereitschaft die Symbolik und Botschaft seiner Arbeiten bei individueller Führung zu erklären.

Der aus Ungarn stammende Künstler Béla Faragó übersiedelte 1980 nach Deutschland. 1981 bestand er die Aufnahmeprüfung gleich an drei Kunstakademien, wo er aus über 800 Bewerbern als einer von 7 angenommen wurde. Bei Baselitz studierte er bis 1983 und setzte dann sein Studium in Nürnberg fort. Seit 1987 lebt Béla Faragó in Nürnberg. Er arbeitet seit vielen Jahren als Restaurator und bildender Künstler. 2003 bekam er den Kunstpreis der Stadt Schwabach, 2004 den Kunstpreis der Nürnberger Nachrichten, 2005 den Sonderpreis des Verlegers der Nürnberger Nachrichten.

Die künstlerische Arbeit des Zeichners Béla Faragó wurzelt tief in den kulturellen Traditionen des alten Europa, zu deren Grundlagen zweifellos die christlich-jüdische Religion gehört. Der Fisch kann archetypisch und tiefenpsychologisch als Symbol für die (unter Wasser) verborgene Wahrheit gedeutet werden, die es zu fangen, also ans Licht zu holen gilt. Sie schillert zunächst im Verborgenen, entgleitet dem Fischer leicht, verspricht aber Nahrung. In der Geschichte vom Fischzug des Petrus erweist sich Jesus damit auch als Wegweiser zur Wahrheit. Der Fisch ist daher seit dem Urchristentum auch das Symbol oder Zeichen für den christlichen Glauben. Mit dieser Ausstellung will Béla Faragó die Glaubenssuche thematisieren. Der Mensch sehnt sich nach Glauben, aber er zerstört zwanghaft auch Alles, woran er glaubt.

Fot.: Krzysztof Janik

Zu den Organisatoren zählen die Internationale Jugendbegegnungsstätte in Oświęcim/Auschwitz in Zusammenarbeit mit der Stiftung Judaica- Zentrum für Jüdische Kultur in Krakau und die Galerie Destillarta in Buchschwabach.

Die Ausstellung wird bis zum 30. Juni 2016 präsentiert.

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