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Wie erinnern wir

an und wie sprechen wir über den Zweiten Weltkrieg?
Treffen mit Zofia Posmysz

Am 9. Juni fand im Rathaus der Stadt Gleiwitz ein Treffen mit Zofia Posmysz, Schriftstellerin, ehemaliger Häftling des KL Auschwitz und Ravensbrück unter dem Titel „Wie erinnern wir an und wie sprechen wir über den Zweiten Weltkrieg?“ statt. Die Organisatoren dieser Veranstaltung waren das Haus für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit, die Internationale Jugendbegegnungsstätte in Oświęcim und die Konrad-Adenauer Stiftung in Polen.

Das Gespräch mit Zofia Posmysz wurde moderiert vom Direktor der IJBS Leszek Szuster und drehte sich inhaltlich um das Ende des Zweiten Weltkriegs. „2015, 70 Jahre nach dem Ende des Krieges, blickten wir zurück auf schwere und dramatische Kapitel in der deutsch-polnischen Geschichte und stellen uns die Frage: Wie erinnern wir an und wie sprechen wir über diese tragischen Ereignisse?“ – bemerkte Mariusz Rotarski vom Haus der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit (HDPZ).

Dass auch heute noch ein Bedarf besteht über diese Tragödie zu reden bestätigten nochmals der Direktor des HDPZ Rafał Bartek und Falk Altenberger der KAS. Die Wahrheit über den Zweiten Weltkrieg und am wichtigsten – die Wahrheit über Auschwitz, ist heute nicht mehr so deutlich, besonders für die junge Generation. Die Einleitung für das Gespräch mit Frau Posmysz hielt Olivia Shoeller-Nikel, Journalistin und Schriftstellerin, Korrespondentin der Berliner Zeitung von 2003-2009, und sprach nicht nur über die deutsche Perspektive des Gedenkens, aber auch über ihre persönlichen Eindrücke nach der Lektüre vom „Christus von Auschwitz“ von Zofia Posmysz.

Im Gespräch mit Leszek Szuster berichtete Zofia Posmysz von ihrer Zeit als KZ-Häftling aber auch von ihrem literarischen Schaffen. Besonderen Augenmerk warf sie auf die Ereignisse rund um die Adaptation der „Passagierin“ für die Oper durch Mieczysław Weinberg, welche 2010 bei den Bregenzer Festspielen uraufgeführt wurde – 40 Jahre nach dessen Entstehung. Nach dem Gespräch hatte das Publikum auch die Möglichkeit sich mit Fragen an Frau Posmysz zu wenden und im Anschluss signierte sie Exemplare des „Christus von Auschwitz“ welche von den Organisatoren unter den Teilnehmern verteilt wurden.

Begleitet wurde die Veranstaltung von einer biographischen Ausstellung der IJBS mit dem Titel „Argument – Biographie“ welche dem Leben und Schaffen von Zofia Posmysz gewidmet ist. Die Ausstellung wird zurzeit im Haus für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit gezeigt.

Foto HDPZ

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