Wilhelm Brasse

Fotograf 3444. Auschwitz 1940-1945.

Wilhelm Brasse ist 1917 in Żywiec geboren. Sein Vater war Österreicher, seine Mutter Polin. Vor dem Krieg arbeitete er als Porträtfotograf in einem Fotoatelier in Kattowitz. Er verweigerte die Unterzeichnung der Volksliste, trat in die polnische Armee ein und wurde, als er im März 1940 versuchte nach Ungarn zu gelangen, festgenommen und ins KL Auschwitz deportiert.

Seine Häftlingsnummer war 3444. Im Lager musste er im Erkennungsdienst der SS arbeiten. Er fertigte mehrere Tausend Registrierungsfotos der Häftlinge, mehrere Hundert Porträtfotos der SS-Männer, sowie Fotodokumentation zu einigen pseudowissenschaftlichen medizinischen Experimenten an. Nach der Evakuierung des KL Auschwitz wurde er in die Lager Mauthausen, Melk und Ebensee verschleppt, wo er im Mai 1945 befreit wurde. Nach dem Krieg kehrte er nach Żywiec zurück. Seine traumatischen Lagererfahrungen machten jedoch die weitere berufliche Praxis als Fotograf unmöglich. Als ehemaliger Auschwitz-Häftling und Zeitzeuge traf er sich jahrelang zu Gesprächen mit Gruppen von Jugendlichen in der Internationalen Jugendbegegnungsstätte. Er starb in Żywiec, am 23. Oktober 2012.

Das Buch beruht auf dem 2011 durchgeführten lebensgeschichtlichen Interview mit Wilhelm Brasse.

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