andere Projekte

Menschenrechte...

„Menschenrechte beginnen mit den Rechten von Kindern und Jugendlichen”

3. Edition des Bildungsprojektes für polnische Jugendliche im Rahmen des Förderprogramms für Menschenrechtsbildung durch historisches Lernen der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) „Menschen Rechte Bilden”

Die Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) aus Berlin und die Stiftung für die IJBS in Oświęcim/Auschwitz laden SchülerInnen der weiterführenden Oberschulen aus Oświęcim/Auschwitz und Umgebung zur Teilnahme an der 3. Edition des Projektes „Menschenrechte beginnen mit den Rechten von Kindern und Jugendlichen” ein.

EVZ

Das Projekt richtet sich an junge Menschen im Alter von 16-18 Jahren, die sich für die Problematik der Menschen- und Kinderrechte und deren Verletzungen im geschichtlichen sowie gegenwärtigen Kontext interessieren. Das Projekt ist als Zyklus von 4 Modulen geplant, die innerhalb eines Jahres stattfinden. Die einzelnen Module umfassen Workshops, Vorträge, Präsentationen, Filmvorführungen, Begegnungen mit Zeitzeugen und Diskussionsrunden.

Projektpartner sind ExpertInnen aus folgenden Institutionen: Jüdisches Historisches Institut in Warschau, Helsinki Foundation for Human Rights in Warschau, Verein „Pro Humanum“ in Warschau, Institut für Europäische Studien an der Jagiellonen Universität in Krakau, Jüdisches Bildungszentrum in Oświęcim, Trainerinnen des Theatre of the Oppressed/Forum Theater.

PROGRAMM

  • Im ersten Modul wird während eines dreitätigen Workshops versucht, Verständnis und Empathie für die Situation der Kinder und Jugendlichen in der Zeit des Nationalsozialismus und des Holocaust anhand von Berichten jüdischer Kinder und ihrer Schicksale, die 1944 - 1948 protokolliert wurden, zu entwickeln. Das Jahr 2012 ist Janusz Korczak gewidmet. Die Aufmerksamkeit wird den Gedanken und der Praxis von Korczak gewidmet, die als eine Art Erklärung der neuen Wahrnehmung des Kindes als Subjekt gilt, dem eigene Rechte und Freiheiten zustehen. Es war eine Inspiration für die nach dem 2. Weltkrieg entstandenen Dokumente zum Schutz der Kinderrechte.
    Siehe Bericht und Fotogalerie  zum ersten Modul
  • Im zweiten und dritten Modul werden die TeilnehmerInnen in die Grundbegriffe des Rechtswesens und die Beziehung zwischen Staat und Individuum vor dem Hintergrund des demokratischen Systems eingeführt. Des Weiteren werden die Genese und Entstehungshintergründe der Menschen- und Kinderrechte erläutert und die Entwicklung der rechtlichen Instrumente zum Schutz auf globaler und europäischer Ebene thematisiert. Ein Workshop wird auch auf die SchülerInnenrechte und die Antidiskriminierungspraktiken fokussiert.
  • Im vierten Modul wird mit von den TeilnehmerInnen eingebrachten, konkreten Beispielen von Verletzungen der Menschen- und Kinderrechte gearbeitet, die diese persönlich erfahren oder in ihrem nächsten Umfeld beobachtet haben. Dafür wird eine aktive Form gewählt, die bei den Jugendlichen Offenheit, Kreativität sowie kritisches Denken und Handeln im Umgang mit unterschiedlichen Konfliktsituationen fördern soll: Theatre of The Oppressed/Forum Theater.

Das Projekt wird in den Jahren 2010-2013 realisiert.

Info: Elżbieta Pasternak

An der dritten Edition des Projektes Menschenrechte beginnen mit den Rechten von Kindern und Jugendlichen nehmen SchülerInnen von den Oberschulen aus Oświęcim, Tychy und Kęty teil.

Das Ziel des ersten Workshops war, den Jugendlichen den Zusammenhang der Ereignisse des zweiten Weltkrieges und des Holocaust mit den Bestrebungen der internationalen Gemeinschaft nach 1945, ein internationales System zum rechtlichen Schutz der Menschenrechenrechte zu schaffen, bewusst zu machen – sagt Elżbieta Pasternak, die Projektkoordinatorin seitens der IJBS. Anhand des bisherigen Wissens und unserer Erfahrungen versuchten wir zuerst auf die Frage: was sind Menschenrechte? einzugehen.

Robert Szuchta, der das Jüdische Historische Institut in Warschau repräsentierte, erläuterte in den historischen Workshops Mechanismen, die dazu geführt haben, dass Juden nicht mehr als Menschen wahrgenommen wurden, dass ihnen jegliche Rechte genommen wurden und dass sie zur Vernichtung verurteilt wurden. Das Interesse der SchülerInnen focussierten wir dann auf das Schicksal der jüdischen Kinder. Es wurde ihnen auch die Biographie und das Werk von Janusz Korczak – dem Pädagogen, Arzt und Freund der Kinder näher gebracht.

In der Auswertungsdiskussion zum ersten Modul des Projektes betonten die Jugendlichen, dass sie zum ersten mal die Gelegenheit hatten, die Geschichte nicht als einen abstrakten Katalog von Daten, Namen und Fakten, sondern als ein Schicksal von konkreten Menschen, dessen Leben der Krieg und der Holocaust unauslöschlich geprägt haben, kennen zu lernen. Um ihr Schicksal zu verstehen brauchen wir Empathie und Sensibilität. Sie helfen uns auch besser die uns umgebende Wirklichkeit zu verstehen und auf gegenwärtige Erscheinungen des Böses und des Unrechts zu reagieren.

Neumann Fonds

Die Chance für ein Stipendium

XII Edition des Wettbewerbs
"Ein Stipendium für die Begabtesten"

Einsendeschluss: 15.06.2012

Mehr